Nicht jede Stärke, die mit der Nahrung aufgenommen wird, kann im Dünndarm restlos zu Glukose verdaut werden. Sogenannte resistente Stärke (RS) kann nicht vom Dünndarmenzym α-Amylase gespalten werden. Sie gelangt weiter in den Dickdarm (Kolon) und wird dort unter Bildung von Gasen wie Methan oder Kohlenstoffdioxid von Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren fermentiert (Schulz, S. und Kunz, C. 2002). Kurzkettige Fettsäuren, besonders Butyrat, sind für die intestinale Gesundheit wichtig und förderlich, denn sie dienen der Dickdarmschleimhaut als Energiequelle. Ohne diese wäre eine ständige Erneuerung der Schleimhaut nicht möglich.

Dadurch verändert RS die Zusammensetzung der Darmflora und begünstigt das Wachstum von gesundheitsfördernden Bakterien, vor allem Bifdobakterien, Lactobazillen, Eubakterien, Enterobakterien, und Streptokokken (Jacobasch et al. 1999).

Die Unverdaulichkeit durch Verdauungsenzyme hat verschiedene Ursachen: