Lebensmittel mit einem hohen Anteil an RS verlangsamen die Verdauung. Die Verdauung der RS dauert in der Regel 5-7 Stunden. Normale Stärke wird direkt verdaut und der Blutzuckerspiegel steigt auch direkt hoch an. Das resultiert in einer erhöhten Ausschüttung von Insulin. Insulin beschleunigt die Aufnahme von Glukose (Zucker) in Muskel- und Fettzellen und senkt dadurch den Plasma-Glukosespiegel. Enthält eine Mahlzeit viel Zucker rauscht der Blutzucker danach durch eine hohe Insulinausschüttung nahezu in den Keller mit darauffolgendem Heißhungergefühl. Das passiert bei Lebensmitteln mit einem hohen Anteil resistenter Stärke nicht. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an resistenter Stärke verlangsamen die Verdauung. Die Verdauung der resistenten Stärke dauert in der Regel 5-7 Stunden. Die Blutzuckerkontrolle gelingt dadurch besser und ist nicht so sprunghaft. Dies hat den Vorteil, dass kein starker Blutzuckerabfall (Hypoglykämie) nach der Mahlzeit erfolgt. Dies hat ein langanhaltendes Sättigungsgefühl zur Folge. 10 gesunde Frauen wurden in einer Studie mit Mahlzeiten versorgt, die entweder resistente Stärke enthielten oder nicht. Es zeigte sich, dass sie bei einer Mahlzeit mit 50 g Stärke (ohne resistente Stärke) einen wesentlich höheren Blutzucker- und Insulinanstieg hatten, als bei einer Mahlzeit mit 50 g Stärke, die zur Hälfte aus resistenter Stärke bestand. Auch in Studien, die verschiedene Kohlenhydratarten verglichen, schnitt die resistente Stärke besonders gut ab, da sie für einen niedrigen Blutzuckeranstieg sorgte. Ein niedriger Blutzuckeranstieg schont die Bauchspeicheldrüse und wirkt präventiv für das Metabolische Syndrom und Diabetes Typ II. (Raben et al. 1994; Reader et al. 1997)

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